Compliance

E-Rechnungspflicht Zeitplan: 2025 bis 2028 auf einen Blick

Letzte Aktualisierung: 1. Mai 2026

Kurzfassung: Die E-Rechnungspflicht wird in vier Stufen eingeführt. Seit Januar 2025 gilt die Empfangspflicht für alle. Die Ausstellungspflicht folgt gestaffelt bis 2028.

Der vollständige Zeitplan

Datum Pflicht Für wen
1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können Alle Unternehmen im inländischen B2B-Bereich (ohne Ausnahme)
Bis 31. Dezember 2026 Übergangsfrist: Nicht-E-Rechnungen noch erlaubt Alle Unternehmen — mit Zustimmung des Empfängers
1. Januar 2027 E-Rechnungen ausstellen Pflicht Unternehmen mit Vorjahresumsatz über 800.000 €
Bis 31. Dezember 2027 Übergangsfrist für EDI-Verfahren und kleine Unternehmen KMU mit Umsatz ≤ 800.000 € + EDI-Nutzer
1. Januar 2028 E-Rechnungen ausstellen Pflicht für alle Alle Unternehmen (außer dauerhaft Befreite: Kleinunternehmer § 19, B2C, Kleinbeträge)

Was gilt dauerhaft — egal welches Datum?

Diese Ausnahmen gelten unabhängig vom Zeitplan, jetzt und in Zukunft:

Was musst du heute tun?

Situation Handlungsbedarf jetzt (2026)
Du empfängst Rechnungen von Lieferanten ✅ Empfangsfähigkeit sicherstellen — E-Mail reicht als Minimum
Du bist Kleinunternehmer (§ 19 UStG) ✅ Nur Empfangen nötig. Ausstellen freiwillig.
Dein Umsatz liegt unter 800.000 € ⏳ Noch keine Ausstellungspflicht bis Ende 2027
Dein Umsatz liegt über 800.000 € ⚠️ Vorbereitung für 2027 jetzt starten
Du rechnest an Bundesbehörden ✅ XRechnung ist bereits seit 2020 Pflicht

Häufige Fragen

Was passiert, wenn ich die Fristen nicht einhalte?
Eine übersandte Papierrechnung bleibt eine gültige Rechnung — aber sie kann steuerrechtlich nicht mehr als E-Rechnung geltend gemacht werden. Konkrete Bußgelder für das Nichtausstellen von E-Rechnungen sind im Gesetz aktuell nicht explizit geregelt. Aber: fehlende Compliance kann bei Steuerprüfungen Probleme verursachen. Steuerberater fragen.

Gilt der Zeitplan auch für Österreich und die Schweiz?
Nein — das ist deutsches Recht. Österreich und die Schweiz haben eigene Regelungen. Österreich plant eine B2B-E-Rechnungspflicht ab 2026/2027; die Schweiz hat noch keine vergleichbare Pflicht.

Hinweis: Diese Übersicht basiert auf dem Stand des Wachstumschancengesetzes und den BMF-Schreiben. Änderungen durch neue Gesetzgebung sind möglich. Für verbindliche Auskunft: Steuerberater oder bmf.de.

Weiterführend: E-Rechnungspflicht im Detail · Übergangsfristen: Wer bekommt welche?